Historie

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HIPPY International

HIPPY wurde im Jahr 1969 von Prof. Avima Lombard am Jüdischen Frauenforschungsinstitut für Bildungsinnovation an der Hebräischen Universität von Jerusalem entwickelt. Erste teilnehmende Familien am HIPPY-Programm in Israel waren bildungsferne Einwandererfamilien aus unterschiedlichen Ländern.  

Ab den 1980er Jahren wurde HIPPY dann in andere Länder importiert. Mittlerweile wird das evaluierte Programm in folgenden Ländern durchgeführt: 

  • Argentinien 
  • Australien 
  • Deutschland  
  • Israel 
  • Italien (Standort Brixen) 
  • Kanada
  • Österreich 
  • Neuseeland 
  • Südafrika 
  • USA

In Dänemark, in den Niederlanden, in Finnland und in der Türkei wird mit dem Programm in modifizierter Form gearbeitet.

HIPPY in Deutschland

1991 wurde HIPPY erstmals als Modellprojekt in den Städten Nürnberg und Bremen durchgeführt. Die Implementierung von HIPPY wurde in der Modellphase vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) wissenschaftlich begleitet. Die positiven Ergebnisse dieser Begleitforschung führten zu einer Übernahme des Programms und zu einer Ausweitung des Projekts auf andere Standorte in Deutschland.

1997 erlebt HIPPY ein beachtliches Wachstum.

Die Expansion von HIPPY in Deutschland führte 2003 zunächst zur Gründung des Dachverbandes HIPPY Deutschland e. V., dem Lizenzgeber für die HIPPY-Standorte in Deutschland und in Südtirol. 

Mit dem gemeinsamen Ziel, „Frühe Bildung in der Familie“ zu fördern wurde im Jahr 2008 in Kooperation mit Opstapje e.V. die Arbeitsgemeinschaft HIPPY-Opstapje Deutschland gGmbH gegründet, um die Programme HIPPY und Opstapje auszubauen und zu vernetzen.  

2015 gründete sich IMPULS Deutschland Stiftung e.V. als Dachverband mit dem Ziel zur Erweiterung und zum Ausbau des Angebots an Programmen zur Förderung der frühkindlichen Bildung und Unterstützung von Familien, Vätern, Müttern und Bezugspersonen von Kindern.

Hier finden Sie Informationen zu den Programmen von IMPULS Deutschland.

HIPPY in der Bezirksgemeinschaft Eisacktal

Das Familienbildungsprogramm HIPPY wird in Kooperation mit IMPULS Deutschland Stiftung e.V. angeboten, da die Durchführung der Programme über die Lizenz mit dem genannten Träger vertraglich geregelt ist.

Im Jahr 2007 wurde das Familienbildungsprogramm HIPPY von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal Familien in Situationen struktureller oder sozialer Benachteiligung erstmals zugänglich gemacht. Damals haben 13 Familien – davon 11 Familien mit Migrationshintergrund – das Programm für sich nutzen können.

Im September 2012 haben die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal das Angebot HIPPY erweitert und das Familienbildungsprogramm KIDS 3 eingeführt. Während HIPPY im Besonderen auf den Erwerb von Literacy-Kompetenzen in der Familie ausgerichtet ist, steht beim Programm KIDS 3, das sich an Eltern mit Kinder im Alter von 3 Jahren richtet, die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung im Vordergrund. Das frühkindliche Spiel- und Lernprogramm, das an der kindlichen Neugier und den Interessen der Kinder anknüpft, befähigt Eltern darin, mit ihren Kindern bewusst Zeit zu gestalten, so dass das Miteinander-Spielen und das Miteinander Experimentieren in der Küche und im Alltag zu einem Erlebnis für Kinder und Eltern wird und gleichzeitig Kinder in ihrer Entwicklung ganzheitlich gefördert werden. 

10 Jahre später, im Tätigkeitsjahr 2016/17 haben 23 Familien die Programme KIDS 3 und HIPPY besucht.  

Die Zahlen im Zehnjahreszeitraum sind beachtlich: 219 Familien und 227 Kinder haben direkt und 218 Geschwister indirekt von den Programmen profitiert.  

Das präventive Unterstützungsangebot hat vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund nämlich 209 Kinder aus 26 unterschiedlichen Nationen erreicht. Am Programm teilgenommen haben in den Jahren 2007 bis 2017 vorwiegend Familien aus folgenden Regionen 

  • Familien aus Osteuropa (70 Kinder), 
  • Familien aus Pakistan (47 Kinder), 
  • Familien aus Nordafrika (34 Kinder). 

Das Projekt hat sich in der Bezirksgemeinschaft Eisacktal als Sprachförder- und Integrationsprogramm für Kinder mit Migrationshintergrund und deren Eltern etabliert.

Statistische Daten

Tätigkeitsjahre; Anzahl Familien, Kinder und Geschwisterkinder und deren Herkunftsländer
Tätigkeitsjahr Anzahl Familien Anzahl Kinder Geschwisterkinder Herkunftsländer
2008/09 25 25 26 Pakistan, Albanien, Marokko, Irak, Afghanistan, Indien, Bangladesch, Algerien, Kosovo, Russland, Kuba, Italien (Südtirol)
2009/10 20 19 27 Pakistan, Albanien, Irak, Indien, Algerien, Kosovo. Kuba, Mazedonien, Rumänien, Ägypten
2010/11 16 17 13 Pakistan, Albanien, Marokko, Indien, Mazedonien, Ukraine, Rumänien, Ägypten
2011/12 15 15 12 Pakistan, Albanien, Marokko, Indien, Kosovo, Ägypten, Kroatien, Slowakei
2012/13 22 23 12 Pakistan, Albanien, Marokko, Algerien, Kosovo, Ukraine, Rumänien, Ägypten, Kroatien, Slowakei, Iran, Syrien, Philippinen
2013/14 31 33 32 Pakistan, Albanien, Marokko, Afghanistan, Algerien, Kosovo, Mazedonien, Rumänien, Slowakei, Kroatien, Iran, Polen, Brasilien, Italien (Südtirol)
2014/15 28 29 28 Pakistan, Algerien, Marokko, Albanien, Kosovo, Slowakei, Iran, Tunesien, Afghanistan, Kroatien
2015/16 26 27 21 Pakistan, Albanien, Marokko, Indien, Kosovo, Mazedonien, Iran, Tunesien, Peru, Bolivien, Italien
2016/17 23 23 22 Pakistan, Marokko, Albanien, Irak, Indien, Algerien, Kosovo, Mazedonien, Ukraine, Kroatien, Iran, Tunesien, China
2017/18 28 29 24 Pakistan, Albanien, Marokko, Indien, Bangladesch, Algerien, Kosovo, Ukraine, Mazedonien, Slowakei, Dominikanische Republik, Bosnien-Herzegowina, China
2018/19 28 30 27 Pakistan, Slowakei, Polen, Mazedonien, Kosovo, Albanien, Marokko, Tunesien, Algerien, Libyen, Indien, Bangladesch, Türkei, Irak, Peru
2019/20 33 34 36 Pakistan, Albanien, Marokko, Indien, Honduras, Peru, Dominikanische Republik, Moldavien, Kosovo, Argentinien, Polen, Rumenien, Irak, Iran, Tunesien
2020/21 32 32 43 Albanien, Algerien, Argentinien, Ägypten, Bulgarien, Kosovo, Iraq, Marokko, Pakistan, Perú, Polen, Rumänien, Tunesien, Senegal

Zuständig

DEU