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Pressemitteilungen

04.03.2010
Verwaltung | Ehrgeizige Ziele

Die Jahresplanung 2010 der Bezirksgemeinschaft Eisacktal umfasst weitgesteckte politische und operative Ziele. Die Vernetzung der öffentlichen Dienste wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Aber auch Soziales und Umwelt fordern hohen Einsatz.

Der Bezirksausschuss als das politische Gremium der Bezirksgemeinschaft hat die Richtung vorgegeben, die für die angestrebten Ziele und Maßnahmen von den drei Abteilungen – Zentralverwaltung, Umwelt und Sozialdienste – im gerade begonnenen Arbeitsjahr 2010 einiges an operativem Einsatz abverlangen werden.

Umfangreichster Bereich – sei finanziell wie personell - bleiben wie bisher die Sozialdienste. Alle Bereiche der Gesellschaft werden miteinbezogen: die Familie wird eine große Rolle spielen von der Einführung des Familienpasses Eisacktal, der Sommerschule, der Vermeidung von Überschuldung der Haushalte und der Gewalt an Frauen und Kindern bis zur Jugendarbeit (Nachtbus für Jugendliche an Samstagen, aufsuchende Jugendbetreuung und Bildungsprogramme) und Seniorenbetreuung (Informationsveranstaltungen zu Pflege, Demenz, Integration und Sozialberatung). Auch sollen verstärkt die Unternehmer und Dienstleister für die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung und psychisch Kranke sensibilisier und motiviert werden.

Auch der Umweltbereich verlangt weiterhin großen Einsatz: von der Auflassung und Renaturierung der Mülldeponie Schabs mit den Deponiegasen, dem Bau von Rottenboxen, der Behebung von Altdeponieschäden bis zur Planung der Kläranlage „Unteres Eisacktal“. Eng mit der Umwelt zusammen hängt der Verkehr im dadurch so belasteten Eisacktal. Der Ausbau der umweltfreundlichen Radweg- und Wanderwegverbindungen, die Betreuung und Einführung von Citybusdiensten, weitere Studien zum öffentlichen Nahverkehr, die Autobahnausfahrt Brixen, der Lärmschutz im Tal und die Problematik der Bahnverbindungen (Riggertalschleife, Umbau Bahnhöfe, Brennerbahn usw.) gehören dazu. Auch um die Beteiligung an den Finanzen der Stromproduktion will sich die Bezirksgemeinschaft bemühen.

Einen großen Anteil an der Wirtschaftsentwicklung wird die Verwirklichung der Themenwege haben (Keschtnweg, Geschichtsparcours, Jakobsweg u.a.). Die Beteiligung an Kulturinitiativen wird ebenso eine große Rolle spielen wie die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, mit den Nachbarbezirken, der Sanitätsverwaltung, mit dem Land und dem Gerichtsbezirk Hall. Fahrten ins Ausland, Kontakte mit Persönlichkeiten aus allen Bereichen und die Medienarbeit werden ebenso breiten Raum einnehmen.

Für die hier nur kurz skizzierten Ziele und Maßnahmen sind die Zentralverwaltung, der Umwelt- und Sozialdienst stark gefordert. Koordinierungsarbeit, Finanz- und Personalmanagement werden ebenso hohen Einsatz verlangen, wie die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und die Aktualisierung normativer Regelungen und der EDV-Programme. Neue interne Organisationsformen wie Telearbeit, Teilzeitbeschäftigung und freie Mitarbeit stehen ebenfalls an wie die Neuausrichtung der Buchhaltung, Inventarisierung, Versicherung, Informatik, Controlling usw.
Ein bedeutendes neues Aktionsfeld wird aber die Regionalentwicklung sein. Dabei soll ein vernetztes Konzept für das Eisacktal entworfen werden, welches die Koordination der gemeindlichen Einzelmaßnahmen erfassen wird, um Doppelgleisigkeit, konträre Strategien und Kosten auf kulturellem, wirtschaftlichem und ökologischem Gebiet zu vermeiden. Es sollen vielmehr Synergien ermöglicht werden, die dem Eisacktal ein größeres Gewicht bei den vorhandenen positiven Potenzialen verleihen. Hier ist nicht nur ein Umdenken – weg von Einzelinteressen und hin zu mehr Gemeinsamkeit – erforderlich, sondern auch die fachliche Besetzung einer Koordinationsstelle für die operative Umsetzung dieser politischen Vorgabe.

Nicht zuletzt steht im Jahr 2010 im Zusammenhang mit den Gemeindewahlen die Neubesetzung der Gremien Bezirksrat und Bezirksausschuss, sowie die Neuwahl des Präsidenten für die Amtsperiode bis 2015 bevor – voraussichtlich im Oktober dieses Jahres werden die neuen Verantwortlichen gewählt und im Amt sein.