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16.02.2010
Verwaltung | Gesicherte Qualität der Dienste

Der Spruch „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ hat bisweilen doch einen Hintersinn: die EU-weit angewandten Verfahren zur Qualitätssicherung – abgekürzt ISO (mit einem Nummernzusatz) – wurde in der US-Armee entwickelt und fand dann die Verwendung im friedlichen Zivilleben, ähnlich wie das Internet. Durch die ISO-Normen sollen Funktionen, Management und Produktion in ihrem Ablauf optimiert werden, um eine Qualität zu erreichen, die noch höher ist als die durch staatliche Gesetzgebung bereits geforderte. ISO-Qualifikationen sind freiwillig, müssen beantragt, über die Erfüllung strenger Vorgaben verliehen und immer wieder durch unabhängige Prüfer kontrolliert und zertifiziert werden.

Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal hat sich für die Dienste an den in ihr verbundenen Gemeinden schon früh um eine ISO-Zertifizierung bemüht und sich mit der Erfüllung der Anforderungen der ISO-9001 bereits seit Jahren auf hohe Qualitätsanforderungen in ihren Leistungen, bezogen auf ein Management in der Verwaltung, verpflichtet. Aber auch diese Anforderungen sind kein starres Rahmenwerk, sondern in ständiger Entwicklung begriffen. Für den Umweltbereich hat sich die Bezirksgemeinschaft im Februar 2009 der in diesem Bereich noch strengeren Qualitätszertifizierung nach ISO 14001 unterworfen und strebt bis 2011 die Anerkennung in der noch weitergehenden ISO-Norm 18001 an. Damit befinden sich die Dienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal weit über den gesetzlichen Regelungen zur Qualität im Umweltbereich, welche auf staatlicher Ebene gelten.

Warum diese Überperfektion? - könnte man fragen. Zunächst erhält der einzelne Bürger Dienstleistungen in hoher Qualität. Die in der Bezirksgemeinschaft zusammengeschlossenen Gemeinden können über die ständigen Kontrollen eine hohe Sicherheit für die Gestaltung ihrer Tarife erreichen. Für die Arbeit der Abteilung Umweltdienste in der Bezirksgemeinschaft ergibt sich einerseits ein erheblicher Mehraufwand in Management, Überwachung und Dokumentation der Arbeitsabläufe, andererseits aber ein genau kontrollierter und nachvollziehbarer Arbeitsablauf mit genau einschätzbaren Kosten. Auch die Vergabe von Aufträgen an Dritte erhält Maßstäbe für die Qualitätsanforderungen. Besonders positiv wirken sich für die Qualifikation der Mitarbeiter die ständig erforderlichen Schulungen aus. Durch die Funktionsbeschreibungen der Arbeitsabläufe ergibt sich für sie eine große Sicherheit und damit auch Kompetenz. Durch die ISO-Zertifizierung findet also auch ein Wissens- Kompetenz- und Erfahrungszuwachs statt für die Mitarbeiter und deren künftigen Berufsweg – und es wird gleichzeitig eine oft langfristige Bindung an den Arbeitsplatz erreicht.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die ISO-Zertifizierung zwar einen erheblichen Mehraufwand gegenüber „normalen“ Arbeitsabläufen bedeutet, der aber mit der Qualitätssteigerung der Dienstleistungen mehr als gerechtfertigt erscheint.